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Nummer:oub0037 Datum:1286/1295 Überlieferung:Editie Fundstelle:Ostfriesisches Urkundenbuch, I, S. 35, nr. 37

Popetatus von Norden bezeugt dem Domkapitel zu Bremen, dass er an der Kirche zu Arle, welche seinem Bruder zum Benefizium übertragen ist, fortan kein Recht mehr habe.

Quelle Recto Rückseite Übersetzung Relationen Siegel Material Literatur Index N. B.
Reverendis in Dei filio dominis B. summo preposito, Th. decano totique capitulo ecclesie Bremensis, Popetatus de Norda quicquid potest reverencie, obsequii, favoris et honoris. Cum summe indecens videatur, menbra capiti, subditum superiori, violenciam iusticie rebellare, hinc est, quod ego protestationem facio in hiis scriptis, omnibus et singulis presentibus et futuris presentia visuris, me in ecclesia Erle, [*] quam fratri meo carnali contulistis in beneficium, nichil iuris penitus habere, nisi quantum consequi poteram de vestre gratie largitate, nec deinceps vacante iam dicto beneficio, vos in aliquo iure vestro impedire volo sicut nec debeo, quin pocius libere ac sine omni gravamine prefatam ecclesiam cuicunque volueritis porrigere valeatis. In huius rei testimonium et confirmationem sigillum terre nostre Nordensis duxi presentibus apponendum.
Recto:
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Bestand Ostfriesisches Urkundenbuch, I
Fol. Nr. S. 35
Nr 37
Olim Nach dem Orig. Kirche zu Arle U. Nr. 1. — Gedr. Suur, Klöster S. 143. [Suur a. a. O. setzt diese undatirte Urkunde in die 'erste Hälfte oder Mitte des 15. Jahrhunderts' (!), weil 'Poptatus oder Poppo als Abt des Klosters Marienthal bei Norden in den Jahren 1436 und 1440 vorkommt'. Abgesehen aber von dem Charakter der Schrift, welcher die Urkunde zweifellos dein Ende des 13. Jahrhunderts zuweist, kann sie nach den Namen des Propstes und Dekans des Bremer Kapitels genauer datirt 1s-erden. Der einzige Dompropst nämlich, dessen Name mit 'B' beginnt, war Bernhard von Wölpe, 1266-1308, und der einzige Domdechant, dessen latinisirter Name mit 'Th' anhebt, war Diederich (Theodericus) von Louenburg, 1286-1295. v. Hodenberg, Diöc. Bremen III. S. 20 u. 23. Diese beiden Geistlichen haben also während der angegebenen Jahre gemeinschaftlich fungirt und die Urkunde ist dadurch sicher datirt.]
Jahr 1291
Abweichung 5
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Editie naar gus0837. Ander afschrift: gus0837a.
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Kommentar Das Siegel in weissem Wachs, 6 Ctm. Durchmesser, enthält das Brustbild des mit der Rechten segnenden und in der Linken den Hirtenstab haltenden heiligen Liudger, wie ihn ein hinter seinem Rücken quer über das Siegel reichendes Spruchband nennt (Sts. Liudgerus), zu beiden Seiten des Bischofs ein achtspitziger Stern. Das Brustbild ragt aus einer rundbogigen Nische empor, in der vier anbetend knieende Gestalten, zwei von rechts und zwei von links her nach der Mitte zugekehrt dargestellt sind. Umschrift: . . . . advocator . . . . con . . . . . Ein ähnliches Siegel vom Jahre 1347 bildet Suur a. a. O. ab, mit der Umschrift: S. advocatorum et consulum terre Norde.
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Material papier
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Editionen E. Friedländer, Ostfriesisches Urkundenbuch I (Emden 1878), nr. 37